krachfink.de - der Podcast

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00:00:43: Smile ist eure zehnte Platte und ich weiß gar nicht, was daran irgendwie besser ist.

00:00:47: Dass es überhaupt noch eine Band gibt die zehn Platten am Stück macht und dann auch noch in Original-Besetzung.

00:00:54: Hättet ihr das... als ihr losgelegt habt mit Matzen.

00:00:57: Ihr habt es ja vorher schon was anderes gemacht, aber dass da wirklich so viel Musik dabei rumkommt?

00:01:01: Na wir haben uns gewünscht auf jeden Fall und also Original-Besetzung

00:01:05: stimmt

00:01:05: zwar, aber wir haben ja einen verloren auf der Reise.

00:01:08: Also Folly das Gündungsmitglied ist ja... Ja, Keyboarder!

00:01:11: Gut, wieder von Keyboardern erzählt nicht so richtig, stimmt.

00:01:17: Der hatte ja von Anfang an eher lockere Haltung dem Ganzen gegenüber.

00:01:21: Der konnte ja eigentlich auch gar nicht Keyboard spielen.

00:01:25: Das war ja ein Freund und eigentlich auch eine Sozialpädagoge, also einer.

00:01:30: der hat an der Schule Menschen mit Beeinträchtigung gearbeitet.

00:01:34: Sein größtes Ziel war es einmal im Vorprogramm der toten Hosen zu spielen.

00:01:37: Und als das erledigt war... Der hatte auch immer mit zwei Fingern nur Orgel gespielt.

00:01:41: Als wir dann bei den Hosensupportgespielte haben gesagt, danke schön!

00:01:45: Ich bin weg.

00:01:48: Genau.

00:01:48: Ja, ansonsten ich bin da... Ich bin schon sehr stolz auf uns also auf mittlerweile einundzwanzig Jahre und zehnalben und einen Weihnachtszeitmoment.

00:01:59: Und man hat ja genug Vergleichsmöglichkeiten und guckt sich an wer da so mit einem gestartet ist.

00:02:07: Wer dann noch auch immer noch aktiv ist, wer nicht?

00:02:10: Und es ist ja auch eine Band.

00:02:14: über so'n Langzeittraum durchzu-.

00:02:15: Ziehen ist auch nicht immer einfach und so.

00:02:17: Und es aber auch oft total schön, ich finde es lohnt sich dafür zu arbeiten.

00:02:24: Ich bin stolz auf uns dass wir das bis hierher irgendwie schon geschafft haben

00:02:27: Zumal ihr ja noch drei Brüder seid!

00:02:29: Ich denke das erleichtert und erschwert das wahrscheinlich in gleichem Maße.

00:02:32: Das bringt's am

00:02:33: Punkt.

00:02:34: Ja, genau

00:02:37: Wie würdet ihr euch denn selbst beschreiben als Band?

00:02:39: Also, gerade wenn man schon so lange Zeit zusammen ist.

00:02:42: Wie sind eure kreativen Prozesse?

00:02:43: Sind die sehr stark eingespielt oder variieren die immer, wenn ihr eine Platte macht?

00:02:48: Die kreative Prozese sind gleichbleibend bei uns weil sie auch sehr einfach zu erklären sind.

00:02:55: Da bin ich das die treibende Kraft.

00:02:57: Ich bin immer egal wo ich bin.

00:03:01: Ich habe Lust Lieder zu schreiben.

00:03:04: Die sammle ich dann.

00:03:05: Die schreibe ich auf.

00:03:06: singen Sie in meinem Telefon mittlerweile Sammel das Zeug, dann kommen wir irgendwann hier im Wendland zusammen und nehmen das auf.

00:03:17: Das macht immer großen Spaß!

00:03:19: Also so finde ich das... Ja,

00:03:22: total!

00:03:22: Ich wieder spreche

00:03:22: nicht.

00:03:23: Es freuen sich immer alle so richtig, wenn ich sage, ich habe wieder drei, ich würde mal was planen wollen, wann könnt ihr?

00:03:30: Dann verabrehen wir uns und nehmen die auf und merken, ah es gibt auch noch mit dem eigenen Label jetzt und so viele andere Dinge zu tun können wir doch dann gleich miterledigen.

00:03:39: Und so und genau, da sind wir dann halt beim anderen Punkt.

00:03:44: Das hat sich dann halt natürlich grundlegend verändert was die ganze Arbeit um das kreative rum angeht.

00:03:53: Da sind wir jetzt soweit dass wir alle viel größere Aufgabenbereiche übernehmen müssen durch ein eigenes Label, ein eigenest Management.

00:04:01: Da wird gerade viel gelernt bei uns Echt wahnsinnig viel zu tun und deswegen sind es auch für uns ganz neue Herausforderungen.

00:04:11: Der grundsätzliche Tenor von eurer Platte, Smile ist ja die Idee eigentlich von dem Lächeln das um die Welt geht.

00:04:17: Und ich habe auch so das Gefühl dass es so.

00:04:19: die einzige Konstante bei Matzen, dass ihr immer positiv rangeht an alle eure Platten.

00:04:24: Egal wenn man die durchhört sie haben immer etwas sehr motivierendes.

00:04:28: Seid ihr solche Typen, denen das einfach so passiert oder ist es auch nur unabgesprochene Sache zwischen euch?

00:04:33: Also wir möchten keine Musik rausschicken die Leute runterziehen sondern da soll was Gutes bleiben.

00:04:37: Ja ich glaube wir haben unseren Stil irgendwie für uns etabliert und auch für Die leute draußen.

00:04:45: also Ich glaube Wir Haben Für Uns IrGwie festgestellt dass der matzen Grundweib Ist ein positiver.

00:04:51: Es gibt Auch Stücke mit Den Haben wir's Mit massiv mehr Ironie probiert oder auch textlich mal etwas verschrobener und so.

00:05:03: Und da sind wir aber ein Stück weit wie AC-DC, glaube ich, dass wir dann doch uns am Wurzen fühlen mit unserem Kernrezept.

00:05:13: Das kann man gar nicht gut erklären.

00:05:15: das ist etwas was glaube ich viel fühlt.

00:05:17: Ja,

00:05:18: da ist auf jeden Fall viel Gefühl dabei und das ist jetzt auch nicht so, dass wir uns hinsetzen und sagen okay die Platte muss ja zu so und so viele Prozent positiv sein.

00:05:26: Wir brauchen doch mal einen Text der ein bisschen mehr Hoffnung bringt sondern das kommt einfach.

00:05:31: Das fühlen

00:05:31: wie... Ich schreibe auch viel mit anderen Leuten und probiere auch ganz viel rum und merke aber relativ schnell ob das was für Matzen ist oder nicht.

00:05:42: Ich glaube, es geht auch ganz viel um das Gesamtding von Matzen.

00:05:48: Und da spielt eben das Live-Ding eine große Rolle.

00:05:51: Das habe ich schon oft mitbekommen, dass Leute gesagt haben, ich verstehe die Band jetzt erst, wo ich sie mal live gesehen hab.

00:05:58: Weil da geht's auch um Gedanken von einem großen Kollektiv und sich gemeinsam wohlfühlen.

00:06:06: Und das ist ja nicht so, dass wir Themen wie beispielsweise keine Ahnung, Ängste oder Depressionen oder Rechtsruck fremden Hassfaschismus was auch immer das wir die komplett ausgrenzen.

00:06:20: Die werden benannt und besungen und verarbeitet aber wie du sagst immer mit einem Angebot von einem positiven Ausklang.

00:06:31: Das ist uns scheinbar irgendwie wichtig.

00:06:34: Ja, ich finde man merkt so über die Jahre hat der Sound irgendwie euch gefunden.

00:06:39: Man darf ja nicht vergessen ihr seid niemals angetreten und gesagt wir sind jetzt eine coole Rockband sondern es war schon immer klar da sind unterschiedliche Stile die stattfinden und auch ein hoher Pop Anteil und zwar ohne euch zu schämen für gewisse Vokabeln.

00:06:53: Und ich finde das hört man erst so wenn man sich viele Platten von euch hintereinander anhört.

00:06:58: dann merkt man dass ist deren Stil.

00:06:59: diese Vielfältigkeit Habt ihr mittlerweile so geschärft, dass man sagt oh das ist Matzen?

00:07:03: Ich finde man erkennt euch sehr schnell unter ganz vielen Bands raus.

00:07:07: Also ich wüsste jetzt keine Band die vergleichbar ist.

00:07:10: gerade auf der neuen Platte fällt es extrem auf was woher kommt also was auch von euren alten musikalischen Aktivitäten kommen von Hörsturz und was ihr davor gemacht habt dieses Hip Hop-mäßige.

00:07:22: Das findet jetzt alles immer wieder so sein Weg!

00:07:25: Ich würde aber gerne noch mal über, also Motivation ist jetzt klar setzt euch so eine schöne positive Tatsache, wie dass ihr jetzt mit Hollywood auf Platz eins der Charts wart.

00:07:35: Setzt euch das nicht irgendwie so ein bisschen unter Druck?

00:07:37: So sollte man wieder schaffen.

00:07:39: oder waren wir da vielleicht zu griffig?

00:07:41: Kann man ja auch für euch auch fast ein bisschen negativ auslegen.

00:07:44: Also Negativ aussehen würde ich es auf keinen Fall.

00:07:47: Das war... Man wird ja auch nach seinen Wünschen gefragt als Band und wir haben dann wirklich einfach in den letzten fast zwanzig Jahren viele, viele von erfüllt und auch das da ist ja auch darüber hinaus viel passiert was wir uns nicht zu wünschen gewagt hätten.

00:08:00: aber so eine eins.

00:08:01: Das stand auf jeden Fall so auf unserer Wunschliste drauf und da ist jetzt auch ein Haken hinter.

00:08:06: natürlich wäre es schön wenn das noch mal passiert aber wir sind da ziemlich entspannt auf jeden fall.

00:08:12: also

00:08:13: ich

00:08:14: kann da so genau nur für mich sprechen aber ich bin jetzt Da wir die eins schon mal hatten, ehrlich gesagt entspannter.

00:08:19: Weil wir das jetzt geschafft haben und wir setzen nicht alle Hebel in Bewegung und setzen nicht alles dafür um damit es jetzt unbedingt noch mal passiert weil klar dass ist schön aber letztendlich ist das auch nicht so wichtig.

00:08:36: Also du steigst jetzt nicht aus wie der Keyboarder Das war's, Leute.

00:08:41: Nee

00:08:42: doch!

00:08:42: Da stehen noch ein paar Sachen auf der Liste.

00:08:45: Nein und ich mach mir auch keine Sorgen wegen so einer Eins, dass man so denkt okay jetzt hören das zu viele Leute.

00:08:53: So Dolpank waren wir auch nie, dass uns das jetzt abgeschreckt hätte oder so.

00:08:59: Und wir müssen schon auch ehrlicherweise sagen Wir haben auch immer Musik gemacht um auch gehört zu werden.

00:09:04: also das macht uns ja Freude und mir macht Popmusik auch Freude.

00:09:09: Kitsch und große Hymnen einfach Freude.

00:09:12: Und ich finde das schön, wenn da ganz viele Leute stehen und zusammen singen mit uns.

00:09:18: Das beflügelt mich.

00:09:19: Ich find es aber auch schön, dass ganz wenige Leute stehen.

00:09:24: Genug gegen Wind gibt's ja trotzdem.

00:09:26: Da braucht man sich nur die ersten Kritiken zum Beispiel zu der Platte durchlesen.

00:09:31: Dann ist man wieder auf dem Boden der Tatsachen und findet sich in Kreisläufen, die immer genau so waren.

00:09:40: Wenn man sich diese Kritik erlegt, dann ist das nicht der Boden der Tatsachen.

00:09:44: Doch!

00:09:46: In gewisser Weise schon weil es war ja schon immer so... Also ganz grundsätzlich sind wir nicht angetreten um allen zu gefallen.

00:09:53: Das möchte ich schon sagen.

00:09:54: also wir haben uns als Band immer so definiert dass wir gesagt haben Wir sind in irgendeiner Art auch eine Alternative Formatradio zu.

00:10:06: keine Ahnung was war es bei uns als wir aufgewachsen sind bravo oder Also da wollten wir auch nie stattfinden oder so.

00:10:12: Wir haben schon so ein gedanken von abgrenzen bewusst.

00:10:17: das ist auch in uns.

00:10:18: dass muss man schon auch sagen und Wenn wir dann so eine platte machen, dann sind wir kurz am schweben Dann spielt man das den freunden vor und man hat auch die kritischen Freunde und Freundinnen.

00:10:32: Wir gestalten das so, dass wir das richtig cool finden und unser Ängster kehren auch irgendwie.

00:10:38: Und dann denkt man so, das ist ja eigentlich unangreifbar weil das ist total geil!

00:10:43: Das ist ja so das Beste was wir je gemacht haben.

00:10:46: Natürlich!

00:10:46: Also das ist immer so... Und dann kommt halt die Realität im Sinne von Das sehen aber nicht alle Leute so.

00:10:58: Und es

00:10:58: gibt auch Leute, denen ist das echt wichtig mitzuteilen dass sie das nicht zu sehen.

00:11:02: und dann sind wir wieder da wo man so ah ja stimmt okay.

00:11:05: Okay

00:11:06: in dem Fall gebe ich die natürlich zu hundert Prozent recht.

00:11:08: Ich meine nur, was in den Kritiken steht entspricht nicht den Tatsachen.

00:11:14: Der Tatsache dass jemand das so wahrnimmt?

00:11:17: Genau

00:11:17: oder so wahrnehmen möchte.

00:11:18: weil man hat manchmal eben einfach das Gefühl, dass jemand schon vorher eine Meinung hat zu uns und auch zum Album durchskippt und sich dann in seiner Meinung bestätigt fühlt, und dann seinen Frust runterschreibt.

00:11:29: Aber ihr habt es jetzt gerade selbst auf den Punkt gebracht.

00:11:31: das ist glaube ich was euch ausmacht und zwar dieses Abgrenzen nicht nur eine Einrichtung.

00:11:34: Abgrenzend empfindet man ja immer als negativ und möchte möglichst laut und rebellisch sein und auf der harten Seite.

00:11:41: und ihr grenzt euch aber ab indem wir sagen wir machen jetzt so ein Song wie Astola Vista Baby so und er mag jetzt vielleicht nicht gerade hier Goethe sein im Refrain, aber das ist einer meiner Lieblingssongs von der Platt oder die habt ihr jetzt gar nicht ausgekoppelt den ich wirklich seit Tagen singe und mir gezielt anmache.

00:11:58: Und wirklich grinsund sagst, hat so ein tollen Vibe dieser Song!

00:12:02: Hat für mich einen extrem Italo Pop-Einschlag.

00:12:05: wie vieles auf der Platte ist.

00:12:07: ja kein Zufall oder?

00:12:08: Dass ihr auch in Taomina da dieses Foto gemacht habt am Amphitheater Italien ist schon so'n Ding für euch.

00:12:14: Für mich auf jeden Fall

00:12:16: kulinarisch musikalisch

00:12:18: klimatisch

00:12:20: also das es zieht uns vieles nach Italien.

00:12:22: Ja, also mein erstes Lieblingslied an das ich mich erinnern kann.

00:12:26: Ne, mein zweites.

00:12:27: Mein erstes ist In The Mood von Glenn Miller und das zweite ist Azzuru von Adriano Cellentano.

00:12:35: Und bis heute eigentlich

00:12:36: auch?

00:12:36: Ja mit so.

00:12:37: ja!

00:12:38: Ich liebe halt diesen... Diese große italienische Geste dieses... Das Drama und die Melodien und die italienischen Filmmusik aus den sechziger, siebziger Jahren liebe ich.

00:12:54: Da gehe ich spazieren und höre das stundenlang.

00:12:58: also das ist total in meiner DNA glaube ich.

00:13:01: Also ein Gefühl vielleicht auch für diese Musik oder so.

00:13:06: Das ist auf jeden Fall in mir drin.

00:13:07: ja

00:13:08: Ja, genau.

00:13:08: Und dann sind wir... Das Foto ist in Stadten.

00:13:10: Entschuldigung weil wir dann nach... Wir sind danach Sizilien geflogen mit also die Band.

00:13:15: Dann halt unser Team das aus zwei Leuten besteht Die uns halt helfen jetzt bei der Veröffentlichung und so.

00:13:22: Und dann mit zwei Freuden von denen Der eine Sizilianische Wurzeln hat.

00:13:25: Da haben wir halt Fotos gemacht Videos gedreht Aber auch einfach abgehangen und genossen und am Meer Und haben gut gegessen und Zeit miteinander verbracht.

00:13:33: Und das geht da halt wahnsinnig gut.

00:13:37: Ich habe sofort erkannt, weil mein Vater ist Italiener und kommt aus Taomina.

00:13:40: Und deswegen erkannte

00:13:41: ich das mal und ich war vor kurzem da

00:13:43: und dachte alles klar.

00:13:44: Ach

00:13:44: schön!

00:13:45: Und auch bei Rauch im Wind, mein zweiter Lieblingslied ist ja wirklich Italo-Feeling hoch zehn.

00:13:51: So ein wunderschöner Song.

00:13:54: Aber ich hab dann gemerkt...

00:13:55: Das ist wirklich ganz toll das zu hören.

00:13:57: Ja es ist richtig toll.

00:13:58: Du bist auf die erste, die das sagt und mir ist dasselbe auch gar nicht so klar geworden aber gewesen.

00:14:03: Aber es klingt total logisch.

00:14:06: Absolut!

00:14:06: Total und das ist

00:14:13: wunderbar.

00:14:14: Den Song, wie ich jeder Berg bewegt sich Licht und ich habe dann auch gemerkt also meine Favoriten sind nicht die, die ihr ausgekoppelt habt.

00:14:21: Und ich mag auch diesen Song neue Erinnerungen mit dieser Slide-Gitarre und dieser Coldplay-Weite, die euch da einfach so ganz frech genommen hat wo man denkt zu okay!

00:14:31: Da wart ihr mutig.

00:14:33: Hast du dir denn da das Video angeguckt von neuer Erinnerung?

00:14:35: Ja.

00:14:35: Das ist ja auch auf sie sehr gut.

00:14:39: Wunderbar, also wie gesagt ich liebe diese Songs.

00:14:42: Lass mal über die Inspiration für so ein Song wie Aztalavista Die Deutschen sagen Aztala Vista.

00:14:47: ihr sagt richtig Aztalarvista So'n luftiger Song eigentlich über eine Trennung und die Tatsache dass sowas auch gut sein kann.

00:14:56: Wie seid ihr auf diesen Song gekommen?

00:14:58: Und könnt ihr gut loslassen von Dingen?

00:15:01: Nein Ich kann das gar nicht.

00:15:09: Wir mussten bei uns in den Strukturen was verändern, ganz gewaltig.

00:15:17: Also kurz gesagt wir mussten uns von unserem langjährigen Management zum Beispiel trennen und wir musten uns auch aus unseren Team, unserem Live-Team.

00:15:27: das sind ja auch Leute die sind fast wie Familie zum Teil also Leute die wirklich mit uns von Anfang an unterwegs sind und mit denen man so viel erlebt hat.

00:15:39: Aber es passiert halt dann doch immer mal wieder, dass sich was einschleicht.

00:15:43: Eine Unzufriedenheit keine Ahnung ein Auseinanderleben Es gehört halt zum Leben dazu.

00:15:50: auch also in jeglicher Art von Beziehungen glaube ich Auch in Arbeitsverhältnissen kann das sein und Das war ein langer Prozess und schmerzhaft bei manchen Personen, mit denen wir sehr eng verwurzelt sind oder waren.

00:16:11: Und als ich dieses Lied geschrieben habe Aztalavista Baby da war es wie so oft so dass ich gar nicht wusste das ich das verarbeiten muss.

00:16:25: Es gab auch noch keine Trennung zu der Zeit Das hab' ich mir quasi selber vorausgenommen.

00:16:32: Das ist etwas, was im Unterbewusstsein schon brodelte und ein Wunsch, glaube ich.

00:16:39: Dass man das so... Ja dass einem Entkoppelung so leicht fällt wie es in dem Lied wirkt oder dass es sowieso einen Befreiungsschlag ja einfach ist Und dass einem auch schlagartig bewusst wird, was jetzt besser wird.

00:16:53: Also dieses Bild im Auto sitzen und du lässt das einfach hinter dir und der Staub wirbelt auf und du sagst tschau!

00:16:59: So, das war's jetzt Das Gefühl, da hatte ich scheinbar die Dringlichkeit in mir, dass sich das gerne mitteilen möchte.

00:17:08: Und dann beim Schreiben habe ich erst gemerkt, okay, das ist der Wunsch nach Veränderung, der jetzt ins Konkrete auch umgesetzt wird.

00:17:17: vielleicht hat das Lied dabei geholfen weil ich war manchmal der Typ, der die Anrufe machen musste oder gesagt hat ok ich mache es Und dann haben wir als Band natürlich auch zusammen so viel Respekt.

00:17:33: Haben wir für die Leute, mit denen wir lange arbeiten, dass wir uns noch mal treffen und sprechen und das nochmal erklären warum wir eine Entscheidung treffen müssen.

00:17:42: Aber es ist super unangenehm und ganz schmerzhaft für alle aber es muss eben manchmal sein!

00:17:48: Das ist jetzt total interessant.

00:17:49: Ich habe gerade ein richtiges Aha-Erlebnis, weil ich hab das nie in dieser Liebesgeschichte gesehen und ich ziehe jetzt nach zwanzig Jahren aus meiner Wohnung aus.

00:17:57: Und wahrscheinlich hat mich deswegen der Song so gekriegt, weil auch auf der einen Seite du sagst selbst was ganz Tolles in Aussicht aber trotzdem als es natürlich auch wehmütig wenn man lange Zeit zu Hause.

00:18:08: Wahrscheinlich deshalb interessant!

00:18:10: Weil ich habs wirklich genauso wie du gesagt hast dieses Rennen das, Streichholz hinter sich werfen im übertragenden Führer und es einfach hinter sich lassen.

00:18:17: Und zu wissen da kommt was Neues?

00:18:19: Das ist ja total schön!

00:18:21: Ja das hat das so mit unserer Band auch zu tun dass man Dinge... Du hast ja recht, das ist nicht Goethe und das sehe ich genauso und das kann ich auch nicht.

00:18:31: Ich bin kein großer Dichter aber ich bin ein emotionaler Typ der mit einfachen Worten glaube ich seine Emotionen gerne ausdrückt Und es ist einfach immer schön zu merken, wenn das dann bei Leuten auch ankommt.

00:18:50: Das sind dann die Momente wo man denkt oh verdammt warum kriegt mich das jetzt?

00:18:53: Das ist doch irgendwie vielleicht gerade ein bisschen schlußig oder das sind Vokabeln nicht verwendet.

00:18:57: aber wahrscheinlich ist genau das was du sagst weil da Emotionen drin sind und es gibt ja nicht nur lustige Songs oder super motivierende Songs.

00:19:06: ich finde so ein Song wie Pass auf dich auf Der dreht sich... Also es ist ein Midtempo-Song, der sich für mich so anhörte wie so'n Versuch.

00:19:15: Ein schöner Art, wie man mit einer Person umgehen kann von der man so bisschen Angst hat dass sie einem entgleitet vielleicht sogar bis aufs Äußerste das sie vielleicht nicht mehr leben möchte oder sich komplett entfernt und einkapselt ohne die zu belehren und ohne ihr die Welt erklären zu wollen.

00:19:32: Ja

00:19:33: Ist das ein Song in dem du vielleicht auch viel verarbeitet hast?

00:19:38: Ja, ja.

00:19:41: Das ist auch ein Lied das hätte ich wahrscheinlich vor zwanzig Jahren so nicht schreiben können weil naja oft ist es.

00:19:49: also es ist nicht für eine Person geschrieben sondern für ein paar Personen die so ungesund oder so exzessiv leben oder auch so unglücklich sind oder so depressiv dass man so an so ne so eine verzweifelte Grenze an sich bei sich selber auch stößt, dass man so weiß.

00:20:10: ich kann das benennen und ich kann dir sagen pass auf dich auf.

00:20:13: Und ich sehe das so und du weißt aber auch Du kannst eigentlich nicht helfen außer dass du vielleicht auf Dinge nochmal hinweist.

00:20:24: Aber die Person kann sich am Ende nur selber helfen und das sind so

00:20:30: Erkenntnisse

00:20:31: also die habe ich erst jetzt später.

00:20:34: Ab morgen werde ich umfassend.

00:20:40: Das ist noch nicht ewig so, dass ich mir Gedanken und Sorgen mache weil auch gerade der exzessive Lifestyle, der ist ja lange Zeit auch in Anführungszeichen cool also auch gerade in unserer Branche.

00:20:55: dieses Kontakte knüpfen heißt dann, ja du musst da mal mit der und der Person richtig gesoffen haben.

00:21:03: Und dann liegt man sich in den Armen und dann macht man die Deals klar oder was auch immer so.

00:21:09: Das ist ja lange Grundton gewesen mit Menschen, mit denen wir auch zu tun hatten und was mir eben Mitte Anfang zwanzig auch noch charmant wird und witzig wirken kann.

00:21:20: aber das sind wir halt längst von weg dass da irgendwie sowas zu empfinden oder auch mitzutragen.

00:21:28: Oder zu denken, dass das cool ist.

00:21:33: Also da verändert sich die Sicht auf so was im Laufe der Jahre.

00:21:38: Ich finde die Idee aber trotzdem sehr schön.

00:21:40: wahrscheinlich werde ich es nie mitkriegen... Wenn man sich Sorgen macht und eine Person einfach auch mal kommentalos weiterleiten kann, quasi dich dann sprechen lassen kann.

00:21:50: Wie gesagt ihr kriegt es vielleicht nie mit aber wenn's nur einer Person hilft, dann ist das ja schon Bombe eigentlich.

00:21:57: Ja absolut!

00:21:58: Das sind total schöner Gedanke.

00:22:00: Das stimmt.

00:22:02: Ich bin ja sowieso total neidisch dass ihr drei Brüder seid.

00:22:06: Jeden welche Videos sieht da, was ihr jetzt auch so biebe sind.

00:22:09: Badhet-mäßig gemacht hat, wenn man sofort vor euch einziehen im Wendeland und denkt, ihr habt bestimmt eine saugeile Zeit gehabt früher?

00:22:15: Jetzt gibt es diesen Song, Nineteenfünfundneunzig!

00:22:17: Da war ich auch ein bisschen neidisch weil ihr singt davon ihr Zimmer...zimmer dunkelstrobo an.

00:22:24: Ich hatte kein Strobo, sondern wirklich nur Licht an und Licht aus.

00:22:27: Und die Rede ist von den goldenen Zitronen und explodiert.

00:22:30: bei mir war das irgendwie so Kramatory Pyogenesis.

00:22:35: Das waren so die ersten Mal... Wie war es denn?

00:22:38: Erzähl mal!

00:22:39: War's dann wirklich so cool von Anfang an?

00:22:41: oder waren die ersten Punk-Versuche auch ein bisschen unangenehm, peinlich vielleicht im Nachhinein?

00:22:48: Naja ich glaube was uns an Punk immer fasziniert hat war dass es so einfach ist.

00:22:52: ne

00:22:53: Total, ja.

00:22:54: Ja und es war übrigens genau so die Szene, die beschrieben wird in dem Lied, die du gerade genannt hast, die ist genauso passiert.

00:23:04: Und ohne dass das irgendwie peinlich oder unangenehm aber komisch war für irgendjemanden Das war ja das Schöne an dieser Zeit, dass man das halt so losgelöst von irgendwelchen Attitüden war.

00:23:14: Das ist auch was Punk für uns mit ausmacht.

00:23:17: Ich hatte einen normalen Freundeskreis auf der Realschule.

00:23:24: Da war es dann so, dass man sich irgendwann gut fand und sich verschämend angeguckt hat... Und dann kamen so Pickel und er hat mal angefangen zu schwitzen.

00:23:35: Ich war ganz viel Unsicherheit bei mir.

00:23:38: Dann habe ich irgendwann eine Truppe kennengelernt die wohnten so Paar Rorte weiter, das waren Waldorfschülerinnen und Schüler.

00:23:48: Und das war ein Punks mit vierzehn-fünftzend.

00:23:51: So richtig!

00:23:51: Mit Iro,

00:23:52: Lederjagge und Nieten überall.

00:23:54: Die hatten auch Ratten, die hießen dann Satan und so... Und mein einer Freund hat im ständig Party gemacht bei sich zu Hause weil sein Vater auch irgendwie ganz selten da war.

00:24:07: Da ist das passiert.

00:24:09: also habe ich auch das erste Mal so richtig Bier getrunken und so.

00:24:11: aber es ging eigentlich nicht Primär darum sich abzuschießen.

00:24:14: Also das war natürlich auch toll, aber es ging vor allem glaube ich um so den Gedanken... ...so einen Inneren dass man keine Angst hat und dass man sich so akzeptiert wie man ist Und dass man wirklich im Zimmer tanzt mit sieben acht Leuten.

00:24:31: Dass einem das nicht peinlich ist und dass Man sich voll abgeht.

00:24:36: und Ich weiß auch gar nicht genau Ich glaube, wir haben Strobo auch mit Licht an Licht ausgemacht.

00:24:41: Das war dann die Aufgabe von einem!

00:24:46: Und das Grundgefühl was da passiert?

00:24:50: Mit einem und dem Körper und so, das fand ich glaube ich so wichtig und entscheidend für mich dass ich dachte daran habe ich mich erinnert und ich dachte es ist eigentlich wert in dem Lied zu verarbeiten und das weiterzugeben und jetzt keinen Nostalgie-Lied zu schreiben sondern Versuchten zu erklären, wer man ist und warum.

00:25:08: Und ich musste es lustigerweise zwei-drei Mal hören weil beim ersten mal dachte ich genau was wird sagst du?

00:25:14: Was ist das denn jetzt irgendwie so?

00:25:15: ein nostalgischer Rückblick auch damals und so und je genauer Ich mir es dann angeschaut habe und je genaue ich zugehört habe dachte ich nicht eigentlich Es ist einfach nur ein festhalten dessen was man damals gefühlt hat.

00:25:27: Wir waren zu faul für Strobo, das heißt wir haben einfach Rolladen runtergemacht Territorial Pissings von Nirwana und die Aufgabe war so viel hoch zu schmeißen und kaputtzuwerfen.

00:25:37: eigentlich total irre wie in dieser knappen Minute irgendwie geht Und ich weiß genau was du meinst dieses Gefühl dass man da hat Das ist auch wirklich schwer zu beschreiben.

00:25:47: Wer is denn von euch aus der Band zuständig für dieses Archivieren.

00:25:52: Weil er hat ja wahnsinnig viel Material, was ja für die damalige Zeit jetzt nicht unbedingt üblich war oder so viel Brauchbares sagen wir mal so.

00:26:00: Ja das ist also erstmal unser Vater der immer mit der Videokamera dabei war früher.

00:26:04: Also gerade zu der Zeit Anfang der neunziger bis um fünfundneunzig rum und der hatte wirklich einen wahnsinnigen Fundus und hat seine VHS-Kassetten dann auf DVD digitalisiert.

00:26:17: Die habe ich dann genommen wieder rum und hab die intagelange Arbeit in den Computer digitalisiert.

00:26:24: Und dann nochmal intagela... oder fast wochenlanger Arbeit gesichtet, das waren wirklich, weiß ich nicht, ich glaube... Ich habe so grob mal zusammengelegt, also vorsichtig geschätzt, thirty-fünf Stunden, die ich mir dann angeguckt habe.

00:26:35: Und aus denen habe ich halt das Video zusammengezibbert!

00:26:38: Also es war eine Partnerschaftsarbeit von vielen Jahren unseres Vaters, der die Kamera draufgehalten hat und dann ein paar Wochen von mir aus dem Material, wofür ich echt wahnsinnig dankbar bin.

00:26:54: Wir haben ja auch ganz viel geguckt davon und wir haben uns dann das auch reingezogen in unsere Erinnerung und so.

00:26:58: Das war auch schön!

00:26:59: Der Prozess, dass sich allein alles nochmal anzugucken ist natürlich auch ganz besonders irgendwie.

00:27:05: Und vielleicht das persönlichste Video was wir haben oder also das was auf jeden Fall den tiefsten Einblick gibt Geschichte daraus gemacht.

00:27:14: Und man muss ja dazu sagen, da war der Jan schon derzeit lang unterwegs musikalisch, weil er nicht so dass ihr da jetzt gerade angefangen habt sondern da hattet ihr schon eine Erfahrung und andere Bands.

00:27:25: Ja also kurz ne?

00:27:26: Also das erste woran ich mich erinnere wirklich was wirklich ein Konzertkonzert war.

00:27:34: Wir spielen jetzt was in der schuhlaula vor auf ein klavier oder im xylophone, das wir zusammen eingeübt haben und die eltern sitzen dann da sondern das erste konzert im jugentreff In bergen hier um die ecke.

00:27:47: Das war nineteen drei neunzig.

00:27:49: Da war ich zwölf Jahre alt.

00:27:51: sasha war im publikum Und hat halt auf den schultern gesessen von paar punks die mit ihm dann getanzt haben ja und johannes hat Gitarre gespielt und gesungen Und

00:28:04: dass man los an dem Ort, wo das stattgefunden ist.

00:28:06: Da waren wir jetzt vor ein paar Tagen.

00:28:07: Wir sind mit einem Kumpel von damals hingefahren und haben uns das mal angeguckt.

00:28:12: Das war bei uns beiden so krass, obwohl ich war ja noch gar nicht da in der Band mit.

00:28:16: Ich hab da gar nicht missgespielt.

00:28:17: aber bei uns Beiden war sofort dieses Gefühl da!

00:28:19: Wir haben sofort...das war wie im Film.

00:28:22: Wir haben die Bühne stehen sehen, wir haben die Leute da tanzen sehen.

00:28:24: Wir hatten irgendwie diesen Bierwagen, den er stand und dieser Geruch Die Geräusche und die Musik, die da kamen.

00:28:33: Das war sofort wieder da, obwohl das jetzt irgendwie... ...dreien dreißig Jahre her ist.

00:28:37: Es war wirklich für mich auch ein spiritueller Moment, weil ich war da auch seitdem nicht.

00:28:42: Und es sieht halt wirklich genauso aus!

00:28:44: Ich hab so die Stimme von Johannes verheilt gehört.

00:28:47: Ja.

00:28:48: Und stand da so.

00:28:49: und dann ist er so, oh Gott, oh God, ich habe irgendwie eine Gänsehaut.

00:28:52: Weil einem ja auch bewusst wird, krass dass... Da ging's los.

00:28:58: Das hat sich sofort richtig angefühlt Und das Gefühl ist das gleiche immer noch.

00:29:06: Das Gefühl ist auch irgendwie das Gleiche, wie mit den Freunden durchs Zimmer springen.

00:29:12: Das Gefühlt ist auch mit Mitte fürzig, dass es genau das Gleiches ist, wie konserviert und was ganz Befreiendes, was ein ganz glücklich macht!

00:29:23: Ich werde dann ganz dankbar in solchen Momenten weil ich so denke krass wir können Wir können das machen und wir müssen tatsächlich auch nichts anderes arbeiten.

00:29:35: Also, das ist jetzt unser Job in Anführungszeichen!

00:29:39: Das ist schon echt...

00:29:40: Ich finde es immer noch befremdlich, das Job oder Arbeit zu nennen weil wir halt wirklich einfach das Privileg haben zu hundert Prozent das zu machen, was wir lieben.

00:29:49: Und und dass ja auch noch immer mehr also ich meine so diese ganze Büroarbeit jetzt dazu gekommen ist durchs eigene Label.

00:29:55: Das ist nicht so geil!

00:29:57: Ja aber trotzdem gibt uns ja das noch mehr die Freiheit genau also wirklich zuhundert Prozent da zu machen was wir wollen.

00:30:03: Ich bin so stolz auf dieses Album, dass mir das wirklich... Dass wir alles alleine gemacht haben und eben auch diesen ganzen Bürokratiekramen oder diesen ganzen Axl-Listenkramen und dieses Ganze alles was dazugehört.

00:30:16: einfach jahrelange Arbeit, in allem was dazugehört.

00:30:21: Und wir machen uns das ja auch selber nicht einfacher dadurch dass wir das alles selbst machen.

00:30:26: im Betrieb auf eine Sicht gesehen schon aber was die Arbeit angeht halt nicht sondern wir arbeiten immer mehr und immer härter daran.

00:30:32: Ja, eben.

00:30:33: Ich muss nur ein bisschen lachen über den Song I Don't Give a Fuck aber gar nicht jetzt inhaltig sondern weil ihr ja mit Ansage dieses Punk Album gemacht hattet und es hieß Na gut dann nicht!

00:30:42: Dann ohne mich.

00:30:43: Und jetzt kommt ihr Jahre später mit was eigentlich viel Radikalerin nämlich mit I Don'T Give A Fuck.

00:30:49: und ich hatte absolute Szene die mir vor ein paar Jahren im Schwimmbad passiert ist.

00:30:53: der war eine alte Oma.

00:30:54: die hat sich einen Bier geholt und dann meinte die Kellnerin Ja Bier hier aber nur am Tisch.

00:30:59: Dann hat sie gesagt, Sie können mich mal.

00:31:01: Das trink ich an der Liege und dann ist die hier hinterher gelaufen und die alte Frau hat gesagt da gibt es keinen Grund dafür, dass ich mich dahinsetzen muss.

00:31:07: Ich setze mich jetzt hier ganz bequem auf meinen Liegen, trinke mein Bierlernen und bringe es ihnen wieder zurück.

00:31:11: Und ich war so schockiert weil das war wirklich eine alte Frau und dann dachte ich mir so insgeheim Ich glaube, das ist diese Art von Rebellion zu der man jetzt langsam kommt Weil das unterscheidet sich ja Worauf ich hinaus will.

00:31:23: Was würdet ihr denn heute als rebellisch bezeichnen?

00:31:26: Von dem was Ihr tut?

00:31:30: Ich liebe das Bild von der Oma, die dieses Bier mit zum Platz ist.

00:31:34: Ich fühle sie zu hunderttausend Prozent!

00:31:36: Absoluter

00:31:36: Supporter!

00:31:38: Das ist es!

00:31:39: Rebellion

00:31:39: im Alltal!

00:31:40: Es gibt wirklich eine hervorragende Geschichte... Ja

00:31:43: ich meine am Ende hat dann wahrscheinlich die andere Person auch ihre Auflagen und dann muss man natürlich auch sehen.

00:31:52: aber Aber Regeln sind ja auch manchmal da, um sie zu brechen.

00:31:56: Und sie hat ja auch recht warum soll sie sich dann nicht hinlegen und entspannt ihr Bierchen trinken?

00:32:00: irgendwie also fühle ich Ja und ich finde übrigens auch über das Lied Eidung Gefe Fak darf und soll man vielleicht sogar auch lachen.

00:32:07: Ich finde dass ist ein lustiges Lied und so war es auch gemeint von mir.

00:32:11: Also ich bin frustriert irgendwie von den Weihnachtsfeiertagen hier ins Wendland gefahren und war sauer und konnte das nicht so richtig erklären.

00:32:21: Dann haben wir das aufgenommen, aber auch aus so einer Eidunggewefack-Haltung.

00:32:28: Das ist irgendwie auch ganz schwer zu erklären, das Lied finde ich.

00:32:31: Also dann haben sich da Sachen mit reingemischt die mich dann auch wirklich verletzen oder wormen weil ich denke da ist es wichtig zu sagen Eidungen Gewefak und so.

00:32:40: Aber eigentlich ist das aus einem humorvollen Gedanken glaube ich wirklich entstanden.

00:32:47: Und rebellieren was ist das jetzt?

00:32:50: Rebellieren ist vielleicht auch, wenn du in Berlin wird man relativ viel angepöbelt von Radfahrern muss man sagen.

00:33:01: Das sind die Radfahrerinnen oder Autofahrern und wenn man da nicht zurück schimpft sondern wenn man die anbällt Das das

00:33:17: ist wirklich

00:33:17: ja, dass mache ich und das sorgt für absolute Verstörung auf der Gegenseite.

00:33:23: Und auch Sprachlosigkeit.

00:33:26: Und das kenne ich noch von meinen Pankerfreunden, dass man sowas sowas provoziert hat.

00:33:31: Das finde ich gut

00:33:32: und musikalisch, wenn man so ein Lied wie Achterbahn macht und einen auf Freunde sagen hey das mit dem Cindy am Anfang ist zu poppig!

00:33:40: Das könnt ihr nicht machen.

00:33:41: oder das aber doch zu machen, finde ich auch eine Art der Rebellion.

00:33:45: Vielleicht schon.

00:33:46: Da

00:33:47: haben wir ja vorhin definiert, wie ihr den Begriff abgrenzt und für euch selbst ausgelegt habt.

00:33:54: Jetzt kommt eure Platte in vier Tagen raus.

00:33:58: Was ist das erste, was ihr an dem Tag macht, an dem sie rauskommt?

00:34:01: Also ihr steht morgens auf.

00:34:02: Ihr wisst ab heute gibt es die Platte oder im besten Fall feiert ihr sogar rein?

00:34:06: Ja ich habe mir schon vorgenommen dass wir die Platze wirklich mal auflegen weil wir haben die Testpressung gehört.

00:34:12: aber jeder für sich.

00:34:15: Wir haben jetzt hier Diverse Versionen von der Platte rumliegen bei

00:34:21: uns.

00:34:21: Sehr schön, tolles Kameramprinz.

00:34:24: Danke schön!

00:34:25: Die Profs gehen an Tilo, der das wirklich fantastisch

00:34:29: im Gesetz hat.

00:34:30: T-Logo

00:34:31: heißt seine Firma, Knaller.

00:34:34: Nee ich würde die Platte gerne morgens auflegen erstmal und dann gibt es einen Kaffee Und dann können wir uns gegenseitig beglückwünscht und hoffentlich einfach einen richtig guten tag starten.

00:34:45: Ja, und dann geht es ja los.

00:34:47: Dann werden wir abgeholt, dann fahren wir nach Hamburg... ...dann ist der Tag einfach Picke-Packe voll und abends schwimmen wir Konzert!

00:34:54: Also schöner kann man auch ein Release nicht feiern als in Hamburg im Stadtpark mit tausenden Tollen Leuten.

00:35:00: Rock-Fans, tausende Rock-fans können nicht irren

00:35:06: und das ist vor allem also.

00:35:07: ich werde mit einem riesen dicken Grinsen im Gesicht aufwachen.

00:35:10: Ich

00:35:10: danke euch dass ihr zu Gast war hat es hat richtig Spaß gemacht.

00:35:13: Vielen Dank es war total schön.

00:35:15: Mir hat das auch ganz viel Spaß gemacht.

00:35:17: Und auch Danke für die tolle Platte Die mir wirklich wirklich sehr sehr viel Freude gebracht hat.

00:35:21: Ich wünsche euch nur das Beste!

00:35:23: Danke, wünschen wir dir auch

00:35:25: Macht's genau so, wie ihr es bis jetzt gemacht habt.

00:35:27: Ciao!

00:35:28: Liebe Grüße!

00:35:29: Bis dann!

00:35:31: Tschüss!

Über diesen Podcast

Über gute Musik - über 100 Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Punk, Rock, Hardcore, Metal, Indie, Hip Hop... und alle möglichen Bindestrich-Genres, Hauptsache gute Musik, die etwas auslöst.

Darum - und auch über Bücher und Filme - geht es auf dem Blog www.krachfink.de und hier bei krachfink.de - der Podcast von Nadine Schmidt, die schon seit 2011 als Szeneredakteurin unterwegs ist (u.a. Ox Fanzine, VISIONS, metal.de, BurnYourEars).

Die Interviews fanden i.d.R. ohne große Vorgespräche statt, weshalb es bei neuen Begegnungen schön zu beobachten war, wie man sich langsam lockerte und aneinander herantastete.

✌️ Feedback gerne an hallo@krachfink.de
✌️ Lasst gerne eine positive Bewertung da

von und mit krachfink

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