00:00:43: dass du lieber Alex, heute Gast im Krafing.de-Podcast bist stellvertretend für die Benzuralin,
00:00:51: die
00:00:52: seit immer in der Originalbesetzung spielt was schon manchmal eins wert ist.
00:00:57: Seit Zwei tausend neun?
00:00:59: Muss
00:01:00: das so sein?
00:01:00: oder wäre es theoretisch auch möglich zu sagen guck mal jemandem äußern zukommen wer nicht schlimm will niemand geht.
00:01:08: Ne, tatsächlich nicht so wirklich.
00:01:11: Also es ist eigentlich ganz witzig!
00:01:12: Wir kennen uns alle auch schon viele Jahre aber da toren unser Gitarist mit dem spiele ich schon seit achtundneunzig zusammen in der Band und wir haben in verschiedenen Bands zusammengespielt Ja, und dann im Jahr twohntausend neun kamen als die von Piefs dazu.
00:01:25: Und dann war das wirklich... Wir haben es ja mit dem Namen auch immer so mit Rallin, dass man quasi eine Knetmasse, die man in den Ofen legt, die aushärtet.
00:01:33: Und wir hatten die ganzen Jahre verschiedene Besetzungen gehabt und irgendwie fühlte sich das an, also würde man das jetzt ein bisschen dauerhaft machen.
00:01:40: Um deine Frage zu beantworten, mittlerweile könnte man niemandem austauschen.
00:01:45: Es ist tatsächlich ein eingeschworenes Team.
00:01:48: Wir sind auch nicht alle gleich alt und so, wir haben auch unterschiedliche Backgrounds und auch unterschiedlichen musikalische Sozialisierungen teilweise.
00:01:56: aber es ist so eingeschworen mittlerweile dass man das glaube ich nicht ersetzen könnte.
00:02:00: nehmen.
00:02:00: Ihr kommt alle aus Chemnitz und wenn dich das jetzt richtig deutet?
00:02:03: Ist quasi Suranien so, man kann sagen das ostdeutsche Fimo ne?
00:02:07: Ja so'n bisschen genau der Unterschiede ist der, dass man da's tatsächlich dann zum Aushärten in den Ofen legen kann.
00:02:11: Ich weiß nicht ob das bei Fimo auch so war.
00:02:13: Das kann sogar sein, da bin ich zu wenig drin.
00:02:19: Ich komme eigentlich aus dem Norden, also aus Mecklenburg ursprünglich und wohne aber auch schon seit den Neunzigern in Sachsen und komme aus den umliegenden Dörfern.
00:02:28: und in Chemnitz hat sich quasi immer alles so ein bisschen zentralisiert und hier waren verschiedene Clubs.
00:02:33: Und ja, ich habe selber noch einen Freund zusammen Label betrieben zehn Jahre lang und da haben wir die ersten Platten rausgebracht und so und da war halt Chemnits immer der Bezugspunkt kann man sagen.
00:02:44: Interessant, ich wusste gar nicht, dass ihr unterschiedlich alt seid!
00:02:46: Ich habe gerade eben ein Interview mit einer Band geführt, Schlummer heißen die und die haben so krasse Altersunterschiede das der eine, der dozent des anderen war... Wie groß sind die Altersunderschiede bei euch?
00:02:58: Und was würdest du sagen, tut es gut für die Band?
00:03:01: Also
00:03:02: ich glaube schon.
00:03:03: also macht's auf jeden Fall interessant.
00:03:04: Wir haben so noch nicht.
00:03:06: wie gesagt wir spielen ziemlich lange in der Band und wir haben eigentlich immer einen älteren Freundeskreis gehabt.
00:03:13: Ich will nicht lügen, aber ich glaube er wird jetzt dreieinfünfzig tatsächlich.
00:03:16: Also ich bin glaube ich tatsächlich die aktuelle Jüngste mit zweieinvierzig Ton, dreieinf vierzig und das tiefeste ist neunvierzig.
00:03:22: also ja der älteste oder größte Unterschied ist so gut zehn Jahre.
00:03:27: Und was würdest du sagen, was bringt das der Band?
00:03:29: Also hast du irgendwie das zu sagen kann oder hat da ein bisschen mehr Erfahrung.
00:03:33: Ich glaube wir haben tatsächlich ja schon immer einen relativ holzkuligen Musikgeschmack gehabt so auch als wir jung waren.
00:03:39: schon also ich habe mich vierzehn-fünfzehn schon Sachen angehört die dann erst so zehn Jahre später wieder so ein bisschen im Mori gekommen sind.
00:03:44: also so die ganzen achtziger Sachen sowas so Neues Indikram ging bis in die neunzigere Rheine und das haben wir so Ende der neunziger Anfang der zweitausende angehört.
00:03:54: Da waren immer schon ein bisschen antiquiert im Vergleich zu unseren Gleichaltrigen, die dann eher so das ganze Brittpop-Zeugen und so angehörten.
00:04:00: Und die Älteren wie Piefs und Steve, die waren halt genau aus der Zeit.
00:04:04: also die waren mit diesen Sachen noch mehr sozialisiert.
00:04:06: Das hat bei uns immer ziemlich gut gepasst und ich glaube deswegen ist es auch eine Bereicherung gewesen.
00:04:11: Wir reden
00:04:14: ja jetzt über eure IP.
00:04:15: Everyday Slices Me heißt die, also so wie jeder Tag schleift mir ein bisschen mehr ab.
00:04:20: Richtig!
00:04:22: Jeden Tag ganz schalbchen.
00:04:23: Genau gibt's da irgendwas?
00:04:26: was du jetzt so im Namen der Band auf einen Punkt bringen könntest, das fakt jeden Tag besonders ab?
00:04:32: Oder ist es da auch unterschiedlich?
00:04:33: Das
00:04:33: klingt ja nicht unbedingt, dass es abfakt.
00:04:35: Es geht ja um die Erkenntnis, also einfach die Vergänglichkeit und Tod ist halt schon ein Thema, was glaube ich bei mir in den Texten immer wieder ein Thema ist, was mich umtreibt und beschäftigt.
00:04:44: So!
00:04:45: Das muss nicht immer destruktiv und traurig sein, das kann auch wirklich relativ pragmatisch sein aber Uns hat schon immer irgendwie so ein bisschen verbunden, dass wir den Tag leben.
00:04:59: Wir haben auch nie große Pläne als Band gemacht.
00:05:01: Also wir haben das immer einfach von jetzt auf nächste Woche auf nächsten Monat und haben nie irgendwie so einen Masterplan gehabt.
00:05:07: Und ich glaube, so ticken wir alle nicht.
00:05:10: Das ist Everyday Slice is Me findet sich in diesen einzelnen Songtexten zum Teil wieder.
00:05:17: Es geht schon um Vergänglichkeit... Und der Tod spielt schon eine zentrale Rolle.
00:05:22: Du nimmst mir meine Frage genauso, so steht sie hier im Titelsong geht es um Vergänglichkeit vielleicht auch existiert von aktuellem Verlust?
00:05:29: also es webt schon sehr... Also nicht konstruiert und oberflächlich sondern schon aus eigenen Erlebnissen gespeichert zu klingen.
00:05:36: Das kann man schon so sagen genau bei mir ist familiär relativ viel passiert in den letzten Jahren und deswegen glaube ich Weil da ich die Texte schreibe, ist das halt auch glaube ich von mir schon nochmal eine Sache, die ich damit reinbring.
00:05:50: Aber das Interessante ist dass die Musik das ja auch teilweise widerspiegelt, teilweise der komplette Kontrast dazu ist.
00:05:55: also dieses Spiel dann mit zwischen den Texten und der Musik ist eigentlich das was es so spannend macht Und lustig war.
00:06:01: früher haben wir uns über Texte eigentlich gar keine Gedanken gemacht und Ich fand das immer so hochtraben zu Songs schreiben und alles so subsoidokünstlerisch.
00:06:09: und irgendwie waren wir eher auf diesem Trip.
00:06:12: Wir lesen irgendwelche englischen Wachtmaschinenanleitungen vor.
00:06:14: Und man war eher so an diese achtziger, neunziger DIY-Szene Olympia und so Zeug, so K-Punk und so ein Zeug wo man halt wirklich irgendwie dieses DIY Lo-Fi Wohnzimmerzeug und wo man diesen ganzen Pathos so ein bisschen abschüttelt.
00:06:28: Und über die Jahre hat sich das einfach ein bisschen weiterentwickelt dass man einfach gemerkt hat, dass es echt spannend ist über persönliche Dinge zu singen oder Dinge die einen persönlich bewegen weil man einfach einen ganz anderen Ausdruck in die Musik reinbringt.
00:06:40: Auch beim Spielen, auch gerade beim Live-Spielen wenn man bestimmte Texte, die ein auch nicht halt lassen.
00:06:45: das müssen nicht immer persönliche traurige Sachen sein.
00:06:46: es können auch Sachen sein wie ja einfach bewegen oder beschäftigen auch gesellschaftliche Themen also genau und da macht das doch hat dass viel mehr ausdruck und man verbindet sich auf vielmehr mit der musik.
00:06:57: Aber
00:06:57: wenn man jetzt gerade die alten Platten anhört, dann ist ja wirklich die EP was das Volumen der Songtexte angeht extrem abgenagt, abgeschliffen.
00:07:04: Also wenn ich jetzt an den letzten Song denke, dass hier wirklich auf das nötigste runtergebrochen und genau das macht sie auch aus, dass zum Beispiel so eine Zeile wie No Extra Time To Go da bleibe ich dann hängen weißt du?
00:07:16: Weil man hört den Song mehrfach, er lässt sich sofort nach vorne warten mehr oder anderen und dann bleibt man an seiner Songzeilen hängen.
00:07:22: Hast Du dir darüber schon mal Gedanken gemacht no extra time to go was du tun würdest wenn du welche hättest?
00:07:29: Ich bin da gar nicht so scharf drauf, glaube ich auf extra Zeit.
00:07:32: Also ich finde eher so dieses Bewusstsein dass es das eben nicht hat, ganz spannend und man... Das hat ja immer auch sowas sehr negatives Trauriges, also mein Wunsch persönlich ist immer sich damit ein bisschen mehr anzufreunden dieses Befremdliche daran ein bisschen wegzunehmen, indem man sich damit beschäftigt.
00:07:50: Das thematisiert und sich dem auch aussetzt anstatt das irgendwo in sich reinzugraben und so eine unterschwellige Angst immer vor sich herzuschieben.
00:07:58: Und da ist Musik immer ein ganz guter Ausdrucksweg.
00:08:01: Ich
00:08:02: glaube so dass du so ein Song wie The Sentiments Allied hast du sowas schon vor zehn, fünfzehn Jahren hättest schreiben können?
00:08:10: Da braucht man eine gewisse Lebenserfahrung.
00:08:13: Tatsächlich nicht, weil wie schon gesagt war das da auch überhaupt nicht unser Thema.
00:08:18: Also so generell Texte aber nee glaube ich auch nicht.
00:08:21: und du hast schön gesagt dass es so kark und so schlicht und so abgeschliffen ist.
00:08:26: Das ist tatsächlich das was wir die letzten Jahre glaube ich fast uns alle in der Wend verbindet diese Sehnsucht ja auch in der Musik das einfache zu finden also wirklich so simpel wie möglich.
00:08:35: Also Paul Merkartner hat es mal so schön gesagt, der beste Song ist der bei dem man nichts mehr weglassen kann.
00:08:40: und das ist tatsächlich ein bisschen ein Gedanke der immer wieder einstreut wo man denkt die ganze überflüssige Ballast.
00:08:46: wir haben zum Beispiel auf der Platte Docs Body die du vorhin angesprochen hast da haben wir tausend Sachen probiert Effekte und drifts und immer noch einen Griff ran und alles übertrieben.
00:08:55: Die Sachen die man selber gehört hat waren oft eigentlich wirklich sehr simple so grau draug Sachen die sehr aus wesentlich reduziert sind Low Fight Zeug was sehr simpel ist, was von der Idee lebt.
00:09:05: Das heißt ja nicht einfach, dass es anspruchslos ist, also ganz im Gegenteil.
00:09:11: Es ist genau anders herum finde ich und das ist so ein bisschen der Erkenntnis die mit uns gewachsen ist.
00:09:15: Die Kamme dieser Simple Present Platte, das war auch schon eine Platte die absolut in diese Richtung ging und deswegen auch Simple Present zum einen diese Gegenwart aber Diese Einfachheit steckt da auch ein Stück weit drin.
00:09:27: Und das ist was, was wir glaube ich jetzt immer stärker im Vordergrund drücken und ich glaube, dass Cover drückt das auch ziemlich deutlich aus!
00:09:36: Ja
00:09:37: man sieht auf dem Cover eine Straßenlaterne, ne?
00:09:40: Richtig, und die
00:09:41: blauen Himmel.
00:09:43: Wie macht ihr das denn bei so Songs der Open Heads Driving Home?
00:09:47: geht nach vorne, der Bass ist sehr dominant und dann erhält's dieser ... Dann guckt dieser Chor rein.
00:09:53: Ist der Chor von Anfang an mitgedacht oder ist es erst diese abgenagte Basis?
00:09:57: Und dann setzt ihr euch nochmal hin und sagt warte mal hier...
00:10:00: Der Chor ist tatsächlich nahdrehtlich gekommen.
00:10:03: Meistens machen wir aber tatsächlich im Nachhinein nichts mehr groß.
00:10:06: also die meisten Sachen entstehen im Proberaum so wie sie entstehen und bleiben meistens auch so.
00:10:10: Wir nehmen tatsächlich auch so auf.
00:10:12: Also waren letztes Jahr in einer kleinen Waldhütte wo wir diese vier Songs quasi gemacht haben Und haben eigentlich im Wesentlichen der Chorus interessant, weil der ist tatsächlich mal nachträglich dazugekommen.
00:10:22: Das war eher wirklich eine Ausnahme.
00:10:24: Wir haben keine Overdubs gemacht, wir haben keinen großen nachtläglichen Arrangements oder so.
00:10:29: Also das war immer sehr roh und so wie wir es im Studio auch aufnehmen, so haben wir es auch in Proberaum gemacht quasi also da ist nicht viel passiert.
00:10:39: War das als EP angelegt?
00:10:41: Oder waren die vier Songs?
00:10:44: Ja, ich glaube wir waren so ein bisschen müde.
00:10:46: Das letzte Album der Snuffing ist den News.
00:10:48: das hat sich halt sehr lange gezogen durch Corona.
00:10:50: die Aufnahmen haben sich sich mal verschoben Die Songs waren teilweise schon alten.
00:10:53: Wir haben wenig geprobt in der Zeit.
00:10:55: Es war also auch einfach diese ganze Coronazeit und das war schon vor Corona Lagen manche Songs schon ein Stück Und es war so ein ellenlanger Prozess zu einer ellener Arbeit Und irgendwie fehlt einem dann oft die Frische.
00:11:06: wenn so eine Platte dann rauskommt und man hat die Songs eigentlich so dermaßen satt weil man Teilweise manche schon fünf sechs Jahre spielt dann fehlt einem auch selbst die Frische.
00:11:16: Der Zeitgeist ist ja sowieso eine andere, das hat uns nie groß tangiert!
00:11:20: Wir sind ja eh ne kleine Untergrundwende und es kennt im Wesentlichen kaum jemand und deswegen haben wir den Freiraum so zu machen wie wir das wollen.
00:11:28: Da war einfach wenig zu machen, schnell rauszubringen.
00:11:33: Wir haben's letztes Jahr am April die Songs geschrieben und vier Wochen später haben wir sie tatsächlich aufgenommen und sollten auch letztes Jahre noch veröffentlicht werden.
00:11:41: Aber der Kollege, der unsere letzte Platte auch gemischt hat.
00:11:44: Der hat einfach keinen Zugang gefunden die so zu mischen wie wir das wollten und dann haben wir dieses mal das erste Mal die Platte selber gemisht.
00:11:50: also Wir haben einen neuen Begleiter.
00:11:52: bei uns ist der Fletty, der auch das Label macht jetzt Eleven Records Und er macht auch unseren Live Sound und der zusammen mit Peefs unserem Assistant quasi die platte gemiszt.
00:12:01: Das hat ein wesentlich länger gedauert war aber viel näher dran an dem was wir eigentlich selber wollen und Merken eigentlich dass das jetzt auch für die Nähere Zukunft genau der richtige Weg ist.
00:12:11: Ich finde, Sound ist bei euch auch total entscheidend wie die Platte klingt.
00:12:16: Das ist ein ganz origineller Sound.
00:12:19: Jetzt hast du vorhin gesagt Zeitgeist!
00:12:22: Ist uns nicht so wichtig?
00:12:25: Ist ja die eine Sache... Aber ist es dir auch wichtig, dass du die Platte zehn Jahre später noch hören kannst?
00:12:30: Also das heißt jetzt eines ja nicht dem Zeckers entsprechen wollen.
00:12:32: Das andere vielleicht bewusst auch keinen haben zu wollen.
00:12:34: Richtig genau!
00:12:35: Das ist ja genau der Punkt, dass man eben sagt, also dass man erst den zeitlosen Sachen orientiert anstatt einen kurzlebigen Trends.
00:12:42: Also das ist für uns glaube ich... Wir haben wie gesagt eh schon immer relativ altmodisch klingt und quatscht aber sagen wir mal Musik aus anderer Zeit gehört, in der wir gerade gelebt haben, sagen müssen wir so von daher war das ehemalig nicht so wichtig.
00:12:55: Die Sachen, die zeitlos sind.
00:12:57: Auch als Fan hört man die ja über Jahre an und das ist auch so ein bisschen der Anspruch.
00:13:01: also unser Anspruch ist jetzt nicht in den aktuellen irgendwie Leute zu überzeugen.
00:13:06: Das Ding Wir waren das ja auch alle schon ein paar Jahre und es gab sicherlich mal Jahre, wo man gedacht hat.
00:13:11: Als der Docs war die Zeit, da hatten wir wirklich mal so'n bisschen Aufwind und haben viel getourt oder mehr getourt im Vergleich zu unseren Verhältnissen Und hatten auch ein gutes Label mit Cargo Records damals, eine gute Promo und es ist wirklich ein bisschen was passiert.
00:13:24: Dann denkt man natürlich schon, könnte man das intensivieren?
00:13:27: Könnte man vielleicht einen Beruf draus machen Und das hat sich auch alles ein bisschen verändert und mittlerweile ist es eigentlich die totale Freiheit.
00:13:34: Wir können komplett machen, was wir wollen.
00:13:35: Das ist eine unglaubliche Befreiung, obwohl wir nie in einem Käfig gesteckt haben.
00:13:40: Aber der eigene geistige Käfig, indem man so steckt...
00:13:43: Also ich finde es bei euch extrem bemerkenswert, dass es wirklich wie aus gar keiner Zeit klingt?
00:13:50: Auf jeden Fall nicht wie aus dieser.
00:13:53: Es klingt irgendwie auch gar nicht so
00:13:55: deutsch!
00:13:57: Das ist ja auch, also es klingt sehr international.
00:14:02: Und du merkst von mir, wie ich mich so langsam vorarbeite?
00:14:04: Ich hab das dir auch vorhin in den ersten, was wir noch ohne Off-Record gesprochen haben... Ja!
00:14:10: ...ich versteh's nicht so ganz warum Suralin nicht auf den Billings irgendwie höher steht.
00:14:15: Habt ihr, warst denn da ein Anspruch von euch gewesen oder eine Idee oder kannst du sagen, dass hätten wir anders machen
00:14:21: können
00:14:22: vielleicht an dem Punkt
00:14:23: heraus?
00:14:24: Also musikalisch hätten wir vielleicht was anderes machen müssen, aber ich glaube das hätte uns auch nicht gestanden.
00:14:29: Ich glaube wir hatten immer so ein bisschen das Problem dass wir... also das eine ist der Zeitgleichs, dass wir eigentlich immer so'n bisschen Musik gemacht haben konträr zu dem.. also zum Beispiel wir haben irgendwie auf Trends wie Maverick die Weltmeister eingestanden und ich hab Swans angehört solche Sachen schräges Zeug, zehn Jahre später haben sie auf einmal auf den Prima-Werder gespielt und haben zwei tausende oder dreitausende da viertausender Läden ausbekauften.
00:14:47: als wir das angehörten Hat's keine Sauer interessiert, die Benz.
00:14:51: Also da hat Swans wahrscheinlich irgendwie in Deutschland vor hundertfünfzig Leuten gespielt in irgendwelchen Dreckslöchern und dafür sind sie aus den Staaten gekommen.
00:14:58: also ich meine mal und das haben wir auch glaube ich selber markiert.
00:15:02: dazu kommt noch dass wir nie so einen richtigen stringenten Stil gehabt haben.
00:15:06: Wir hatten also unser, der Piefs hatte halt so ein Hardcore-Backround sag' ich mal.
00:15:10: Das Tief kommt auch so bisschen aus der Hardcore Ecke aber auch mit so einem neunziger Indie-Touch Und ich habe auch so eine Indie-Sozialisierung, so mit Sonic Youth, Deine So Junior solche Sachen und Stereolab und solchen Bands.
00:15:21: Das hat man immer aus allen Bereichen zu Stücke genommen.
00:15:24: Und am Ende hat man dann gedacht ja wir haben schon immer mal gute Ideen aber das ist jetzt nicht richtig zu greifen.
00:15:29: Wir sind keine Printpop-Band, das ist kein klassischer Post-Pang ihr passt nicht in den Pop rein.
00:15:33: Das habt uns auch immer ein bisschen im Weg gestanden.
00:15:36: Aber das haben wir halt wirklich nicht bewusst gemacht.
00:15:39: Sehen wir das mittlerweile als Qualität.
00:15:41: Früher haben wir es einfach gemacht ohne nachzudenken, jetzt sieht man darin eigentlich eine Qualität dem Weg weiter zu folgen so.
00:15:46: Vielleicht ist das die Krux auch so bisschen.
00:15:48: du hast vorhin angedeutet ich dachte eigentlich du machst sogar immer noch Labelarbeit aber du hast vorher gesagt Du hast längere Zeit
00:15:54: in der Musikbranche unterwegs.
00:15:55: Genau!
00:15:57: Du bist auf jeden Fall einer der Musik wirklich liebt und mit einem anderen Ohr hört weil das was du eben gesagt hast das kenne ich auch.
00:16:02: ich könnte dir mindestens zehn Bands aufzählen die schon Fünf Jahre gehört da, bevor jemand wusste wer die sind.
00:16:10: Und dann wenn sie jemanden sind ist man eigentlich schnell geschnitten bald und denkt du weiss ich eigentlich schon?
00:16:16: Dann wird es vielleicht so diese Doppelrolle, die du dann da einnimmst als Musiker auf der einen Seite oder als einer, der schon ein bisschen weiter vorne ist.
00:16:24: Aber ruflich habe ich in Mavi ja immer schön separiert also das sind zwei getrennte Paar Schuhe.
00:16:28: Da kümmern mich auch eher so administrative Sachen und sowas.
00:16:31: Das ist dann auch eher ein Thema was von der Band auch los genöst ist.
00:16:36: Ich versuch das auch eigentlich, getrennt zu halten.
00:16:38: Das Schöne ist ja am Musikmachen, wenn man das... also ich überhaupt generell schön Dinge zu tun die nicht einen Zweck entsprechen müssen.
00:16:45: Das ist was, was man im Leben viel zu selten tut und in der Band ist es tatsächlich so.
00:16:49: wir müssen das nicht für irgendjemand machen.
00:16:51: Wir müssen nicht davon leben!
00:16:52: Wir müssen niemanden gefallen, wir müssen uns nicht anwiedern.
00:16:55: Wir können das einfach machen weil es Spaß macht, weil wir soviel gerne zusammen Musik machen und das genießen um wir's auch geschafft haben über die Jahre auch immer wieder regelmäßig trotzdem was zu veröffentlichen.
00:17:04: Weil das ist ein weiter Weg, ein gewisser Druck.
00:17:06: Man muss schon paar Hürden nehmen und man muss sich auch zwingen.
00:17:09: Und wann wird älter?
00:17:10: Die Leute haben Familie und Kinder und andere Prioritäten.
00:17:13: aber ich finde es echt schön dass wir uns über Jahre bis jetzt bewahren und ich sehe das auch für die Zukunft ziemlich positiv.
00:17:20: Ich würde jetzt aber gerne trotzdem nochmal an deinen Anfang gehen als Gitarist und als Sänger Was war überhaupt zuerst, hast du zuerst gesucht oder zuerst Gitarre gespielt?
00:17:28: Tatsächlich zuerst Gitarre eigentlich voll die Schlauze spielen.
00:17:30: Also im Schlagzeug gefällt mir auch bis heute noch sehr gut, nicht dass ich es gekonnt hätte wir waren ja alle so Autodidakten aber sie ist halt dann irgendwie so.
00:17:38: ja keine Ahnung wie hätten einen der vielleicht schlauzer spielt einer ein bisschen gitarre?
00:17:43: Ja irgendjemand muss ja singen und auch vielleicht noch mehr gitarren damit's bisschen lauter wird.
00:17:46: Wir wollen den richtigen Lärm machen.
00:17:47: So und dadurch war das eigentlich eher so eine Notwendigkeit weil einfach die Anzahl der Leute das so hergegeben hat.
00:17:55: Aber
00:17:56: Also wer Sura Lin jetzt kennt wird ein bisschen grinsen, weil du singst halt supergut und wer es nicht kennen soll mal reinhören.
00:18:01: Das klingt so ein bisschen wie Rohr da bin ich reingesteuert habe.
00:18:03: Ich hab aber ein bisschen gesungen.
00:18:04: Nee also bist schon ein sehr guter Sänger finde ich mit der Gitarre.
00:18:08: Wie hat das denn angefangen?
00:18:09: Was hast Du denn zuerst gespielt
00:18:11: auf der Gittare?
00:18:12: Da sind's halt auch wirklich ganz lustig.
00:18:13: wir haben alle kein Instrument gelernt niemanden erwähnt also auch in keiner Musikschule oder nicht.
00:18:18: Ich habe tatsächlich immer ein bisschen Gesangsunterricht genommen aber auch erst später mal so ein zwei Jahre lang.
00:18:23: Aber wir haben keinen Instrument gelernet.
00:18:26: bis heute kann ich irgendwie nicht so klassisch auf der Gitarre im Garten mal eben nach einer Navin Store spielen.
00:18:33: Also sowas haben, diese ganze Sozialisierung haben wir ja nicht gehabt und das ist eigentlich auch ein großer Vorteil.
00:18:37: Auf der einen Seite den Nachteil weil man natürlich gewisse Standards nicht hat die man sich über Jahre dann so bisschen reinholen musste.
00:18:43: Aber man ist halt nicht versaut, man ist wirklich mit seinen Griffen.
00:18:45: Man greift irgendwo hin und findet Sachen toll, man hört was.
00:18:49: Wir waren immer sehr auf Lärm und Physis auch fokussiert.
00:18:52: Also so Nicht Lärme im Sinne von jetzt harpen Rock sondern im Sinne eher von avantgardistischen Sachen Von schrägen Sachen ausprobieren.
00:19:00: aber gleichzeitig Und das ist auch bis heute So habe ich persönlich auch einen großen Hang zur Harmonie.
00:19:05: Ich glaube es haben wir alle in der Band also dass wir alle ziemlich sehr die Melodien schätzen und auch die Melancholie, also ich mag bis heute auch melancholische Musik hat mich noch nie besonders traurig gemacht.
00:19:20: Aber eben auch das atonale Schrägezeug und so was kaputt ist ist halt auch total klasse, also und das sind diese zwei Dinge die mich nur anziehen.
00:19:30: Und so haben wir auch angefangen Instrumente zu spielen!
00:19:32: Wir haben am Anfang die Gitarren von der Bühne runter geschmissen im Proberaum auf den Fliesen lang gebrochen damit sie aussehen wie bei Sonic Youth oder bei den Neubauern und damit es irgendwie geil ist und schräg ist.
00:19:43: Da hat man sich keine Gedanken gemacht ob ich jetzt einen F-Dur greif oder ein C. Das konnten wir gar nicht und wollten ja auch gar nicht.
00:19:48: Also du kannst
00:19:49: dich gar nicht...
00:19:50: Kannst
00:19:50: du dich erinnern, den Song habe ich zuerst gegriffen?
00:19:52: Ich hab zum Beispiel
00:19:55: Metallica sehr viel gespielt.
00:19:57: Wir haben auch keine Songs gespielt wirklich nicht.
00:19:59: also ich weiß noch ein Vater der hat uns ein paar Griffe so ein paar Standards ein paar Durgriffe aufgeschrieben.
00:20:04: wir waren auch gar nichts daran interessiert weil die Lieder die wir so was die Musik die wir zur derzeit angehört haben die gab es jetzt nicht im klassischen Songbuch sage ich mal und da darf sich das einfach auch nicht ergeben.
00:20:15: Das heißt wenn du sagst du finde ich mache melancholische songs nicht traurig Das ist immer so dumm, wenn man sagt.
00:20:21: Für was nutzt du denn Musik?
00:20:23: Aber welchen Stellenwert hat denn Musik in deinem Leben?
00:20:26: Denkst du die zugestimmten Anlässen ein oder ist sie für dich...
00:20:29: Ja also Musik ist für mich auf jeden Fall extrem wichtig und vielen Hinsichten.
00:20:32: Also Seinskonzertbesuche, die dich komplett mitnehmen und einfach auch mal komplett aus einem rausziehen.
00:20:40: So das ist klasse!
00:20:41: Das höre ich aber auch zu Hause.
00:20:44: Plattenzimmer.
00:20:45: Hier stehen auch ein paar Platten, nicht alle aber auf jeden Fall habe ich hier zum Beispiel auch keine Möglichkeit digital Musik zu hören oder irgendwas, kein CD-Player sondern hier habe ich halt meine Schreibplatten ausschließlich.
00:20:56: und wenn ich mich samstags ersetze dann setze ich mich wirklich zwischen die Boxen.
00:21:00: der haben den Abstand.
00:21:01: dann setzte ich mich hin unter Musik so und das ist dann wirklich was großartiges.
00:21:05: Ich fasziniere auch Musiker, mich fasziniere generell auch Kunst.
00:21:10: Ich sage mal kreativer Ausdruck, also das hat mich schon immer gefallen.
00:21:13: Also ich hatte es ja jetzt schon ein paar Mal erwähnt so wenn's wie Sonic Europe zum Beispiel einen stark beeinflusst haben die halt auch einfach dann mit der Kunstszenen eng verwoben waren Leute die die Cover gemacht haben Richard Kern der dann die Videos gemacht hat und den Geisteskrankungen und sowas ist diese ganzen Mischbaum von Kunst sich selber auszudrücken über das normale Alltagsleben hinaus zu gehen und da ist Musik halt wirklich ein super Motor Und manchmal ist dann einfach auch nur eine warme Jacke und ne gute Schulter, die ein irgendwie so festhält.
00:21:42: Und ja, irgendwie Rückhalt gibt also in allen möglichen Lebenslagen oder halt auf Partys Spaß haben.
00:21:49: Ja, es ist wirklich für alle Emotionen was dabei.
00:21:53: Das klingt so ein bisschen wie wir wollen mit Suralin einfach immer weitermachen?
00:21:58: Es gibt jetzt kein kommerzielles Ziel.
00:22:01: Verstehe ich nicht richtig.
00:22:03: Hast du mich redet, verstanden?
00:22:04: Genau!
00:22:05: Das interessiert uns überhaupt nicht.
00:22:07: Also was uns interessiert ist und das ist zum Beispiel auch schön an dem Artikel den Du geschrieben hast, dass es das Freude ein wirklich... wenn wir es schaffen, erstens die Musik schon hört, daß es schon mal groß hat und sie dann wirklich auch wirklich gerne hört und das was Du geschrieben hattest haben wir uns alle vier ausgetauscht.
00:22:28: viel drin gesteckt, von dem wie wir das eigentlich auch meinen.
00:22:31: Und es ist schön zu sehen wenn's Menschen auch so erreicht wie wir es gemeint haben.
00:22:35: aber einfach ran freue ich mich natürlich wenn jemand die Musik hört einfach und dann vielleicht auch eine Meinung dazu hat Auch wenn sie vielleicht nicht immer positiv ist oder so.
00:22:43: Aber ja sollte schon gehört werden.
00:22:45: die Musik und Ich finde auch live spielen nach wie vor wichtig.
00:22:48: also ich könnte mir nicht vorstellen.
00:22:49: Also wir haben jetzt gerade am samstag unser Record Release gespielt und Es war ein wirklich sehr sehr schöner Abend um ein sehr schönes Konzert.
00:22:56: und ich muss sagen ohne live spielen könnte ich mir das Musikmacher auch nicht so richtig vorstellen, weil es ist schon nochmal die ultimative Hürde.
00:23:02: Also eine Platte schön und gut.
00:23:04: aber man hat auch immer gesagt dass wir live viel besser sind als auf Platte.
00:23:08: also sagen andere Leute von uns ja ich glaube selber manchmal auch weil wir da glaube ich einfach noch einen stärkeren Ausdruck haben und weil wir es vielleicht manchmal auch nicht geschafft haben den Sound dem wir live haben auf platte zu bringen.
00:23:20: aber ich finde gerade mit der neuen IP sind wir so nah dran wie noch nie würde ich was sagen.
00:23:25: also das geht schon sehr nah in die Richtung wie wir live klingen.
00:23:28: Ja,
00:23:28: Life ist sowieso immer besser.
00:23:29: Das ist ja
00:23:30: dieses... Denke ich auch!
00:23:31: Man ärgert sich jedes Mal wenn man sich denkt, jetzt bin ich zu Hause geblieben eigentlich doof und jedes mal wenn wir wieder auf ein Konzert gehen merkt man wann?
00:23:38: Warum mache ich das nicht so oft wie es eigentlich machen sollte?
00:23:41: Absolut, da sind die Leute wirklich komplett mit.
00:23:44: Also du bist dann wirklich mal raus und denkst dir danach, wie du schon sagst warum mache ich dass dich eigentlich noch viel öfter?
00:23:49: also früher waren wir noch viel häufiger auf Konzerten jetzt macht man das schon ausgewählter.
00:23:52: aber wenn man zu einem wirklich guten Konzern geht muss auch sagen Man ist natürlich auch über die Jahre, man hat schon einiges gesehen.
00:23:59: Man ist auch ein bisschen stummster und ein Stück weit ab.
00:24:00: Das ist einfach so.
00:24:02: Und bestimmte Dinge berühren mich auch nicht mehr so.
00:24:03: Also da muss schon einen etwas herausfordern.
00:24:07: Ich habe zum Beispiel dieses Jahr ein sehr schönes Konzert gesehen.
00:24:10: in Leipzig war das im Udde-Konnewitz.
00:24:12: Hat der Jair Yildirim gespielt?
00:24:13: Eine türkischstämmige Künstlerin.
00:24:17: Mega geil!
00:24:21: Theater gespielt und zwar einfach großartig so, also da war es komplett raus aus allem.
00:24:25: Und teilweise auch wie gesagt auf türkisch gesungen und das war mega gut.
00:24:29: Interessant weil genau da sind wir jetzt.
00:24:31: ich habe jetzt die ganze Zeit gedacht irgendwann wird er jetzt irgendeine Band nennen oder irgendwas die man in Surrey gar nicht hört.
00:24:37: weil ich dir schon so... Man spürt man mit so weiß ein Musikfreak, erkennt ne andermusikfreak wenn der einen geht.
00:24:43: Ich glaube schon mal
00:24:43: er kennt sich dort schon.
00:24:44: Weil ich bin mir
00:24:45: ziemlich sicher dass da auch... weil ich bilde mir auch eine in der Musik oder zum Beispiel die Art wie du singst Da höre ich so dieses ähm ich nenne es gegen die Wandgesänge wie z.B.
00:24:56: Baro das machen.
00:24:57: Oder ich habe auch Spuren von Diastrates drin wo ich mich dann grad bisschen die Gitarre oder so diese nichts nach vorgehe.
00:25:06: Das heißt, dein Musikgeschmack ist breit abgesteckt von bis?
00:25:10: Ja.
00:25:11: Früher waren wir sehr engstörnig oder auch jeder in der Band von uns so ähnlich beschreiben.
00:25:18: Aber das hat sich total gewandelt über die Jahre.
00:25:23: Wir haben so einen unterschiedlichen Geschmack... Also gerade auf der Piefszimmertin unser Bassist, er kocht dann auch die neue Napalm-Dev und hat daneben eine sehr tremendous Platte laufen.
00:25:33: Das ist halt komplett alles dabei!
00:25:35: Bei uns ist das mittlerweile eigentlich innerhalb der Gesamtwänze, dass es sehr breit gefächert ist.
00:25:39: Also wenn ich jetzt so mal die letzten Platten gucke, die ich angehörte und gekauft habe dann sind das von Ambient bis hin zu experimentellen Sachen.
00:25:49: Ich fiel Jesse Zeug, hab' ich gehört in den letzten ein zwei Jahre so... Und das ist sehr wild gemischt würde ich sagen.
00:25:54: also wir haben auch am Samstag hier auf der Releaseparty auch selber ein bisschen aufgelegt so und das war auch ein wilder Mix!
00:26:04: Auch nicht nur getan Musik.
00:26:06: Ich will jetzt nicht sagen, dass Leute die nicht viel Musik hören, per se schlechte Platten machen aber ich höre das total oft, dass das Leute zu mir als Selbstmusiker-Musikerin wollen irgendwie das mit den Platten kauft und dann fragt man sie selber das halt auch nur...ich höre eigentlich gar nicht so viele Musik.
00:26:21: okay können die machen?
00:26:23: Aber ich finde trotzdem, dass man es immer im Ende Produkteur hat ob jemand selbst Musik ... konsumiert.
00:26:29: und jetzt das böse Wort zu verwenden oder musikalisch.
00:26:31: Interessant, weil du unterhältst dich ja auch viel mit Musikern... Ja, okay, spannend!
00:26:37: Ganz krass!
00:26:38: Jetzt hast du gesagt, ihr seid am besten live.
00:26:40: Ich hoffe, du kannst jetzt ein paar Live-Daten nennen.
00:26:43: Sieht man euch in Zukunft irgendwo?
00:26:46: Genau tatsächlich!
00:26:47: Wir spielen jetzt ein Paar Konzerte.
00:26:48: Also wir haben jetzt einen Wochenende im Campnetzeit unsere Release Party gemacht und auf einem sehr schöner Club am Rande bemerkt.
00:26:54: Und wir spielen jetzt hier in der Region ein paar Shows.
00:26:57: Wir spielen Leipzig, Dresden oder Blauen.
00:27:01: Dann gibt es bei uns noch so ein Netschgau.
00:27:04: Das ist das Bohrwerk, die machen auch so ein schönes Festival.
00:27:07: kuratiertes Festival hier in der Region.
00:27:10: Eigentlich hätten wir am Freitag noch vor unserer Release noch in Berlin gespielt, aber die Show ist aufgrund schlechter Vorverkaufszahlen der Hauptband tatsächlich relativ kurzfristig nochmal verschoben worden.
00:27:21: und ja also wahrscheinlich werden wir Anfang nächsten Jahres nochmal ein paar mehr Shows machen.
00:27:26: jetzt haben wir erstmal fünf Konzerte und dann genau Anfang Januar, Februar werden wir da nochmal bisschen schauen dass wir bei Konzerten spielen Sehr
00:27:35: schön.
00:27:35: Ich hoffe, ihr kommt irgendwann auch mal nach Süddeutschland?
00:27:38: Ja!
00:27:39: Vielleicht kann das ja auch
00:27:40: mal sehen können.
00:27:41: Das wäre echt toll.
00:27:42: Das würde mich wirklich interessieren.
00:27:44: Ich erwarte mir da viel von dem was du jetzt erzählt hast und ich habe auch verfolgt das Konzert in Weltecho.
00:27:50: Das hat euch an ganz offensichtlich richtig mitgenommen.
00:27:52: Das scheint euch sehr gefallen zu haben.
00:27:54: Doch definitiv.
00:27:56: Es waren halt auch echt viele Leute und den Leuten hat es auch wirklich sehr gut gefallen und wir haben auch alleine gespielt.
00:28:00: also keine Vorbeeren, kein nichts... Es war auch da wieder sehr abgespeckt alles.
00:28:05: Also es gab wirklich nur eine Sache an dem Abend und das fand ich auch ganz interessant, dass viele gesagt haben so, dass das auch mal schön ist, weil man sich wirklich eine Sache konzentriert hat.
00:28:15: Und das waren im Abend wirklich sehr, sehr schön um.
00:28:18: wir haben uns einfach aus sehr über die Platte gefreut.
00:28:20: also wenn wir wirklich sehr zufrieden damit sind.
00:28:23: Wie ist denn ihr das Live relativ karg?
00:28:25: Um das Wort jetzt noch einmal zu verwenden
00:28:27: oder... Ja, schon!
00:28:29: Also wir haben tatsächlich jetzt auf einer Leinwandwerten, also dieses Cover haben ja noch mal als Video aufgenommen.
00:28:36: Und du siehst halt dann auch eine sehr, sehr große Leinwand während des Konzerts über anderthalb Stunden die Wolken ganz langsam sich bewegen und das merkst du erst so nach der Viertelstunde dass sich da tatsächlich was bewegt und es kein Standbild ist.
00:28:49: und das ist halt auch nochmal sowas meditative sage ich mal was die Musik unterstützen kann.
00:28:57: Spielt ihr richtig laut oder spielt ihr eher akzentuiert?
00:29:01: Ich würde schon sagen, dass wir laut sind.
00:29:02: Also wir sind nicht mehr so laut wie früher.
00:29:03: Früher waren wir extrem lautwürdig also extrem laut man.
00:29:06: Das ist immer die Frage mit was man es vergleicht.
00:29:08: aber wir waren wirklich sehr sehr laut und mittlerweile sind wir laut würde ich sagen.
00:29:12: Es ist schon live auf jeden Fall.
00:29:14: unser Schlagzeuger ist ein sehr lauter Schlagzeuge und das Schlag Zeug gibt einfach auch ein bisschen die Lautstärke vor und da waren wir noch nie eine Leiseband.
00:29:21: Das ist schon relativ straff live.
00:29:23: Ja,
00:29:24: Motorhead haben sich das ja irgendwie selbst auf die Fahne geschrieben, dass sie lautesten sind?
00:29:27: Ich weiß noch ich war Frankfurt bei Dead Can Dance.
00:29:30: Kennst du sicherlich auch
00:29:32: und es war so
00:29:32: unfassbar laut, dass wir irgendwie so zwanzig Minuten vor einen gehen mussten weil du's wirklich nicht aushalten konntest.
00:29:39: Die haben dir sowieso...
00:29:40: Jetzt hab' ich auch mal so geil immer wieder die Weltansprüche, die haben da wirklich diese melodisch verträumte Musik gemacht und live haben die die Clubs leer gespielt also komplett, weil das einfach der blanke Neues war.
00:29:50: Das hatte ich schon immer nur eingedrückt.
00:29:52: Live und Platte ist nochmal ein ganz anderer Schritt
00:29:54: auf jeden Fall.
00:29:55: Ja, und es ist spannend, beides kennenzulernen und dass man weit neben hat.
00:29:58: Ja
00:29:58: super!
00:29:59: Vielen lieben Dank Alex.
00:30:00: Ich danke dir für dieses tolle Gespräch und für die tolle Platte.
00:30:04: Ja
00:30:05: ich danke für das Interesse und dass du dir die Zeit nimmst und ja das dir gefällt, freut mich sehr und dass Du auch spannende Fragen stellst, die einen wirklich an den Kern der Sache gehen Warum wir das eigentlich machen?
00:30:17: Also...
00:30:17: Ich
00:30:18: wünsche
00:30:18: euch einfach, dass es genauso weiter geht wie die ganze Zeit.
00:30:21: Dass ihr einfach weiterhin mal Platten macht und vielleicht beim nächsten Mal.
00:30:24: Das wäre schon ganz gut, wenn sich vielleicht mehr als vier Songs drauf wären aber okay, wenn nicht so gutes
00:30:28: wie diese dann ist.
00:30:29: Auslesen würde ich's nicht!